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Bierweisheiten
Die beste Trinktemperatur
liegt für das untergärige Helle bei 7 bis
9°C, das ist normale Kühlschranktemperatur. Altbier wird gern
ein, zwei Grad wärmer getrunken, und Starkbier entfaltet sich erst
so richtig bei Zimmertempertur. Kein Bier mag abruptes Herauf- oder
Heruntertemperieren. Daher sollten Kühlfächer für Bier
grundsätzlich tabu sein.
Der Weltmeister im Biertrinken
ist der Engländer Peter Dowdeswell; eineinhalb
Liter Bier schaffte er in 5,4 Sekunden, und in drei Stunden 45 Liter,
was ihm einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde sicherte. Dowdeswell
kann diese Mengen unbeschadet vertragen, weil der Alkohol keinerlei
Wirkung auf ihn hat - ein medizinisches Phänomen, das mit seinen
übergrössen Nieren zusammenhängen dürfte. Der stämmige
Engländer stellt sein Trinktalent des öfteren zur Schau und
sammelt damit für behinderte Kinder.
Die erste Biernation
waren die Babylonier, etwa 5000 Jahre von heute aus
zurückgerechnet. Nach Bayern kam das Bier erst sehr spät.
Um das achte Jahrhundert nach Christus, also zur Stunde der Entstehung
des frühesten Forchheims, nahmen sich die Mönche des Brauwesens
an. Dann wurde das Bier, so heißt es in der Biergeschichte, besser,
die vorhergehenden Biere so weiß man zu lesen, wären heute
ungenießbar.
Die Kunst des Bierbrauens
ist keine Geheimwissenschaft, aber jeder Brauereibesitzer
hat sein Geheimrezept. Niemend weiß, wer das erste Bier herstellte.
Eine hübsche Legende erzählt von einer schönen jungen
Frau vor 47000 Jahren vor Christi Geburt, die durch Zufall und ihrer
Unachtsamkeit aus Verliebtheit die Erfinderin des Biers wurde. Berenike
soll sie geheißen haben.
Spülmittel und Fett
sind die häufigsten Bierfeinde. Sie verhindern
die Schaumbildung und lassen das Bier schal schmecken. Biergläser
sollten daher nach dem Spülen mit klarem, heißem Wasser gespült
und vor dem Gebrauch noch einmal mit kaltem Wasser ausgeschwenkt werden.
Die grösste Menge Hochzeitsbier
wurde im Jahr 1651 in Dresden getrunken, als Prinz
Wilhelm von Oranien die Tochter des Kurfürsten Moritz von Sachsen
heiratete; die Hochzeitsgäste leerten nicht weniger als 1600 Fässer
Bier. Welcher Liter-Menge das entspricht und wie hoch der Pro-Kopf-Konsum
war, ist nicht überliefert.
Behälter für das Bier
war einst das Fass, das ausgepichte Holzfassaus Dauben
vom Fassmacher, vom Büttner, Schäffler usw. hergestellt. Zu
Flaschenbier wurde es, als es nun von den Fässern aus als Schankbier
in die Gläser, also vom Fassbier in Gläser kam, in die Flaschen
kam, und leider zum Dosenbier. Auch in Plastik und Aluminiumtanks wurde
es gefüllt, was in Zukunft auch bei der Mehrheit der Biere geschehen
wird.
Das Wort "Keller"
ist als Lehnwort aus dem lateinischen übernommen
= Cellarium und bedeutet soviel wie Vorratsraum, also gibts auch Weinkeller,
Kartoffelkeller, Kohlenkeller usw. Auch das Wort "Kellner"
ist lateinischen Ursprungs. Cellarius ist der Vorsteher der Vorratskammer.
Die südlichste Brauerei der Welt
liegt in Chile auf dem 53,1° südlicher Breite;
es ist dies die Cerveceria Polar-Malterias Unidas S.A. in Punta Arenas.
Man braut dort ein "Polar-Pilsener" und versorgt damit in
erster Linie die Provinz Magellans, die südlichste des Landes.
Die nördlichste Brauerei der Welt
liegt in Norwegen auf dem 69,42° nördlicher
Breite; es ist dies die 1877 gegründete, heute hochmodern eingerichtete
L. Macks Olbryggerie & Mineralvandfabrik A/S in Tromso.
Bier in Maßen, nicht in Massen getrunken,
ist bekömmlich. Wer säuft, ist kein Biertrinker.
In Maßen getrunken ist das Bier, sagt man, eine Art Nahrung, flüssiges
Brot: Bier ist ein Nahrungsmittel in Bayern.
Das älteste Brauer-Motto lautet:
Hopfen und Malz - Gott erhalts
Bier und Humor
Die schönste Biersportart ist
...neben dem Maßkrugstemmen der Biertransport.
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