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![]() Der Höchstadter Bürgermeister Gerald Brehm (rechts), Ingo Sauer von der Höchstadter Brauerei Blauer Löwe (Mitte), Helmut Dresel vom Karpfenland Aischgrund (dahinter) und Uehlfelds Bürgermeister Helmut Praus (links) sind die Macher es Bier-Express. Der Aischgründer Bier-Express erfährt nicht nur auf der Messe in Nürnberg große Zustimmung. Auch die Fahrgastzahlen für das Jahr 2008 sprechend für sich. 1749 Gäste besuchten mit dem Bier-Express die sechs teilnehmenden Brauereien im Aischgrund. Initiator des Bier-Expresses ist der Wirtschaftsreferent der Stadt Neustadt, Harald Heinlein. Es war jedoch einiges an Organisation nötig, um dieses Projekt ins Rollen zu bringen. An dem Projekt sind der VGN, der OVF, das Landratsamt, die Brauereien und die Busbegleiter beteiligt, welche den Express seit 2008 ermöglichen. Trotz des großen logistischen Aufwandes war der Bier-Express schon im ersten Jahr ein großer Erfolg. So konnte er mehr Fahrgäste verbuchen, als ähnliche Projekte, wie etwa der Freizeitbus Auerbach oder der Birglandexpress. Das ist auch dem großen Engagement des VGN geschuldet, der besonders die Kosten für die Werbemaßnahmen übernahm, so Initiator Heinlein. "Wir als Kommunen sind dem VGN für die professionelle, effektive und unbürokratische Förderung sehr dankbar", betont er. Gerhard Zuber vom VGN fügt hinzu: "In Anbetracht des erfolgreichen Startes denken wir, dass der Bier-Express ein Selbstläufer wird und sich schon 2010 selbst trägt". In Höchstadt sind diese Erfolge noch nicht so spürbar wie in Neustadt, dem Startpunkt des Expresses. "In Höchstadt, als Endpunkt ist die Frequenz der Gäste noch nicht so stark. Das muss sich erst entwickeln", sagte Bürgermeister Brehm (FW). Der Bier-Express ist ein weiteres Angebot der Tourismus-Offensive im Aischgrund. Damit sollen vor allem Gäste aus den Großräumen Nürnberg und Erlangen in den Aischgrund gelockt werden, um bei Bier und Karpfen die Vorzüge des ländlichen Raumes zu genießen. Christian Druck |
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Zuschauen ist gut, ausprobieren besser Brauereimuseen und Bierseminare überall in Franken
Das Thema Bier findet jedenfalls nicht erst im Maßkrug
großes Interesse, denn alleine in Bayern - so der Bayerische Brauerbund
- gibt es 21 Museen rund ums Bier und die Brauereikunst, davon immerhin
zehn in Franken. Eine Rundreise führt in nahezu alle fränkischen
Ferienregionen. Der Schnell-Lehrgang, das "Kleine Bierseminar", ist an einem Abend zu bewältigen, beim "Großen Bierseminar" geht es im Detail auch um Rohstoffe und Bierinhaltsstoffe, und der "Große Braukurs" an drei aufeinander folgenden Wochenenden soll sogar das notwendige Rüstzeug vermitteln, zuhause selbst Bier zu brauen. Nach den Unterweisungen in Sachen Bier serviert der Braumeister seinen Gästen selbstverständlich auch das Ergebnis, und zwar in zahlreichen Varianten. Ganz museal zeigt sich dagegen das erste mittelfränkische Brauereimuseum unter dem Dach des Heimatmuseums von Pleinfeld. Braumeister Max Schreiner aus Ellingen hatte die Exponate während seines Berufslebens zusammen getragen.
Vor allem im Städtedreieck Bamberg, Bayreuth und Nürnberg ist Bier ein Thema für Gäste und Gastgeber. Hier passt das Bild von der fränkischen Gastlichkeit ideal zusammen wie sonst nirgendwo im Frankenland: Berg und Tal, Burgen und Höhlen, plätschernde Bäche und schmucke Dörfer, Fachwerkhäuser und Bauerngärten zaubern eine Harmonie, wie sie die Bierwerbung erst erfinden müsste. Um die 200 kleinere Brauereien soll es hier noch geben. Im Bereich der engeren Fränkischen Schweiz nennen die offiziellen Auflistungen um die 70. Bierwanderungen sind bei der Kurverwaltung Pottenstein der Hit. Diese erschließen auf sieben Routen exakt 34 Wirtshäuser
- alle getestet, alle für gut befunden, schließlich gibt
es dort süffiges Bier, den halben Liter (das "Seidla")
um die drei Mark, preisgünstige Brotzeiten und überall freundliche
Wirtsleute. Wer sich für die Geheimnisse der Brauer interessiert,
kann an Führungen teilnehmen oder Bierseminare besuchen, die dort
an 20 Orten angeboten werden. Dass Bier dort am besten schmeckt, wo man seine Ent-stehung nachvollziehen kann, zeigt sich in den Freiland-museen von Bad Windsheim und Fladungen überdeutlich. Von Ende April bis Mitte Oktober kann man die Arbeit des Windsheimer Museumsbraumeisters regelrecht erschnuppern, während er einmal pro Woche 25 Hektoliter Sud produziert. Das lockt die Besucher an, und die können dann gleich nach dem Schaubrauen aus dem Steinkrug probieren - allerdings nicht von der Tagesproduktion. Weit geringer fällt die Ausstoßmenge im Brauer- und Büttnermuseum von Weißenbrunn (Nähe Kulmbach) aus. Dort steht neben ei-nem mächtigen 14.000-Liter-Bierfass die vermutlich kleinste Brauerei der Welt, sozusagen im Puppenstubenformat. Etwa 500 Milli-Liter Bier - also genau ein fränkisches "Seidla" (!) - schafft die "Anlage" aus den fünfziger Jahren. Zum Museumsfest dampft die Lok Wie das früher so vor sich ging, kann man in Kulmbach sogar per Multivisionsschau nachvollziehen. Die Stadt gilt als eines der Zentren bayerischer Braukunst. Hier wurde 1994 auf mittelalterlichem Klostergrund eine der bedeutendsten Sammlungen zu Braukunst und Biergeschichte eingerichtet. Die Schau im Gebäudetrakt der Mönchshofbrauerei an der Hofer Straße spannt den Bogen der Brauwirtschaft vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Und zu der gehört vor allem ein Biergarten mit
über 2.000 Plätzen, einer der schönsten weit und breit.
Wenn von Mai bis Oktober die Züge des Deutschen Dampflokmuseums
Neuenmarkt/Wirsberg direkt in den Biergarten des Museums herein keuchen,
gehört das neben der Bierwoche (immer Ende Juli/ Anfang August)
zu den Höhepunkten des Jahres. Klar, dass gerade Kulmbach auch
mit Bierseminaren aufwartet. In einem etwa 100 Jahre alten Backsteinbau ist in der "Nachbarschaft", nämlich in Bayreuth, das Brauerei- und Büttnereimuseum der Jean-Paul- und Bierstadt Bayreuth untergebracht. Es ist das umfangreichste Biermuseum der Welt auf einer Fläche von 2.400 Quadratmetern und ist dem zufolge im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Im einstigen Stammhaus der Brauerfamilie entdecken die Besucher unter anderem ein komplettes Sudhaus von 1887 und eine originalgetreu nachgebaute Büttner-Werkstatt. Eine 4.000 Exponate umfassende Gläserschau, ungezählte
Bierdeckel und mehr als 400 Brauereischilder ergänzen die Sammlung.
Führungen dauern 90 Minuten und schließen ein "Maisel's
Weisse" in der Alten Abfüllerei ein. In der alten Kaiserstadt Bamberg muss man sich in die historischen Kreuzgewölbe auf dem Michaelsberg begeben, um das 1979 gegründete Fränkische Brauereimuseum zu sehen. In der ehemaligen Braustätte der Benediktiner finden sich Sud- und Kühlhaus, Gär-, Lager- und Filterkeller, Flaschen- und Fassabfüllung, Eiskeller, Mälzerei- und Büttnerabteilung. Rund 1.000 Schaustücke dokumentieren die Geschichte des Brauwesens in der Bierstadt Bamberg, in der heute noch sieben Brauereien für die Qual der Wahl sorgen, und wo in der Dominikanerstraße 6 seit 300 Jahren das so berühmte wie seltene "Schlenkerla"-Rauchbier in der gleichnamigen historischen Gaststätte ausgeschänkt wird. Ebenfalls "unter Tage" kann man der Braugeschichte in Nürnberg nachspüren. Unter mittelalterlichen Häusern waren unzählige Keller zur Bierkühlung im rötlichen Sandstein entstanden. Im Verlauf der Zeit ergab sich so ein regelrechtes Labyrinth, das mit seinen ehemaligen Kühlkellern im Bereich unter dem Albrecht-Dürer-Denkmal in drei Etagen verläuft. Das Jahrhunderte alte und begehbare Gewölbe, allerdings ohne museale Einrichtungen, wurde in der Vergangenheit sowohl als Konservenfabrik wie auch als Luftschutz-Bunker für Tausende von Menschen genutzt. Über Tage präsentiert die Altstadthof-Brauerei
die Kunst der Bierherstellung, die sich alleine durch das Abfüllen
in Dreiliter-Bügelflaschen von vielen anderen unterscheidet. Spalter Hopfen Nicht weit weg vom Altmühltal, im Fränkischen Seenland, wird in der Umgebung von Spalt der berühmte Spalter Hopfen angebaut. Für die Gemeinde ein Grund, mehrmals im Jahr mehrtägige Bierseminare anzubieten, die allerdings genauso gefragt sind wie die von Braumeister Thomas Böhm im nahe gelegenen Pleinfeld. Wer also neben einer Besichtigungstour durch fränkische Brauereimuseen obendrein noch etwas über die Bierherstellung lernen will, der sollte rechtzeitig buchen. Der beste Überblick zum Thema Bier
gelingt auf Frankens Bierstraßen: "Bier- und Burgenstraße",
"Fränkische Bierstraße" und "Aischgründer
Bierstraße" heißen die Wege zum geselligen Vergnügen.
Der Steigerwald beispielsweise lädt seine Gäste sogar auf
einen Bier-Rad-weg und einen Bier-Wanderweg ein. Der Tourismusverband
Franken informiert in seinem Katalog "Franken -
Öko-Brauerei Pleinfeld: Brauereimuseum Pleinfeld: Pottensteiner Bierwanderungen: Freilandmuseum Bad Windsheim: Freilandmuseum Fladungen: Brauer- und Büttnermuseum Weißenbrunn:
Bayerisches Brauereimuseum Kulmbach: Maisel's Brauerei- und Büttnerei-Museum
Bayreuth: Fränkisches Brauereimuseum Bamberg:
Felsengänge Nürnberg: BürgerBräu-Brauereimuseum Hof:
Brauereimuseum Beilngries: Bierseminare Spalt: |
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