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Aufbewahrung des Bieres
Bier
lässt sich nicht wie Wein, der mit den Jahren besser werden kann,
lagern. Wegen seines Gehaltes an unvergorenen Extraktstoffen und seines
niedrigen Alkoholgehaltes ist Bier nur begrenzt lagerfähig. Man
muss die Flaschen so behandeln, dass der Inhalt nach dem Öffnen
noch alle jene Eigenschaften aufweist, die ihm der Brauer mitgegeben
hat. In verschlossenen Behältnissen beträgt seine
Lagerfähigkeit etwa drei Monate. Vollständig pasteurisierte
Biere sind dabei länger haltbar als kurzzeitig erhitzte Biere.
Ebenso können gut gehopfte und mit einem höheren Alkoholgehalt
versehene Biere länger aufbewahrt werden. In der Regel ist die
Lebensuhr aber nach einem halben Jahr abgelaufen.
Als Grundrege giltl: je frischer, desto besser! Zu lang
gelagertes und falsch aufbewahrtes Flaschenbier verliert in Folge Oxidation
an Qualität.
Wichtig
ist auch, wo man den Biervorrat unterbringt, denn auch der Ort der Lagerung
hat Einfluss auf seine Haltbarkeit. Am besten lagert man die Flaschen
stehend im dunklen Keller, dessen Temperatur 10 Grad nicht übersteigen
und nicht tiefer als auf 6 Grad sinken sollte. Bei zu tiefen Temperaturen
kann Bier in Folge Ausscheidung von Extraktstoffen kältetrüb
werden. Eine zu warme Lagerung wirkt sich ungünstig auf das Aroma
und den Geschmack aus.
Jede mögliche Art von Licht ist für Bier schädlich.
Licht produziert chemische Reaktionen im Hopfen. Diese Reaktionen verursachen
einen leicht müffelnden Geruch im Bier. Weißglühende
Beleuchtung ist ebenso schädlich, aber noch mehr die beliebten
Neonleuchten, wie sie in den meisten Lagerräumen üblich sind.
Das Licht im Kühlschrank, da es nur kurzzeitig angeht, zerstört
dagegen kein Bier. Das (Tages-)Licht ist einer der größten
Feinde des Bieres, vor allem in Verbindung mit Hitze. Ein Bier, das
müffelnd riecht, hat also einen Lichtschock erlitten.
Sollte das Bier eine Trübung zeigen, so ist das
meist ein Zeichen dafür, dass es im Kühlschrank doch zu kalt
geworden ist. In diesem Fall lässt man die Flasche in einem mässig
temperierten Raum langsam wärmer werden, worauf der Kälteschleier
verschwindet.
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